Laura

Ich habe die Psoriasis zwar schon seit ungefähr neun Jahren, aber das Pso-Camp habe ich erst 2015 das erste Mal mitgemacht. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und selbst noch Wochen später hat man Kontakt zu Freunden, die man dort gefunden hat. Bei ihnen kann man ehrlich sagen, wenn es einem wirklich nicht gut geht; man erhält dann auch nicht solche Antworten wie „Schmier‘ ein bisschen Creme drauf, dann wird das schon wieder” oder „Ich hab ja sowas ähnliches”, sondern ernste Ratschläge und Zusprüche (ohne dass man gemeinsam im Selbstmitleid versinkt). Das Camp hat mein Leben mit der Schuppenflechte sehr positiv verändert!

über das Jugendcamp 2015

Dela

Das Leben mit der Pso ist nicht einfach. Meine Pso habe ich mit neun Jahren bekommen. Erstmal einen Hautarzt zu finden, der gut ist, ist nicht einfach. Sie selbst zu akzeptieren, dass sie jeden von uns immer begleiten wird. Wie stark/wie schwach entscheiden wir selbst durch den Einfluss der Cremes, Medis oder die Umwelt. Anfang 2007 habe ich mich dazu entschieden, mir aufgrund der Pso einen Schwerbehindertenausweis ausstellen zu lassen, um eine kaufmännische Schule in Hochheim besuchen zu können, für den späteren Lebensweg als Bürokauffrau. Mehrmals war ich zur Kur gewesen. Mehrere Therapien habe ich gemacht. Über das Jugendcamp habe ich durchs Internet erfahren und mir gedacht, ich probier das mal aus. Ich war bereits drei Mal dabei und es ist richtig gut organisiert: Immer ein guter Austausch, jeder unterstützt jeden. Ein Psychologe und ein Dermatologe sind dabei. Ich finde die Aktionen immer sehr gut. Die Jugendmentoren machen ihre Arbeit auch sehr gut und stehen uns auch nach dem Camp weiter zur Verfügung. Dieses Jahr fand ich es sehr gut, dass wir wieder mit dem Kanu gefahren sind und alle einem die Angst genommen haben. Ich habe mehrere Leute aus meiner Gegend kennengelernt und regelmäßigen Kontakt. Ich bin der Meinung, wer aus dem Freundeskreis die Pso nicht akzeptiert, ist kein wahrer Freund. Nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei im Camp. Das tut richtig gut. Ich kann ich sein.

über das Jugendcamp 2015